Groundhogs Day

it's a weird life in a strange world

Boombox

Aufgrund der überwältigenden Resonanz auf meinen letzten Eintrag geht es heute wieder um Musik.
Um genau zu sein hat mich der Hermes-Mann heute damit glücklich gemacht mir das neue Beatsteaks-Album Boombox zu bringen.
Lange musste man als Fan der Berliner Jungs auf die neue Platte warten, aber das hat sich meiner Meinung nach auf jeden Fall gelohnt, allein schon weil es nun endlich wieder eine Tour der wohl besten Liveband der Republik gibt.

Hier also nun meine ersten persönlichen Eindrücke des Albums mit Bildern zur Unterstützung:

Wie ihr seht hab ich leider „nur“ die CD-Variante, da sich Vinyl ohne funktionierenden Plattenspieler etwas schlecht macht. Die Reparatur/Neuanschaffung ist zwar geplant, aber auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Lage vorerst zurückgestellt.
Dafür kann der geneigte Beobachter im Hintergrund meine Karte für das Konzert in der Wuhlheide sehen, die den Kürzungen im Budget zum Trotz gekauft wurde!

Der erste optische Eindruck ist sehr gut, da ich das eher minimale Artwork auf dem Cover mag und das komplett Handgeschriebene Booklet mit Songtexten sehr liebevoll zusammengestellt wirkt. Dazu gibt es Fotos aus dem namensgebenden Proberaum in dem das Album eingespielt wurde und von Arnim und Thomas in LA auf dem weg zu Meistermixer Nick Launay.

Nun zum wichtigsten. Die Musik.
Boombox wird polarisieren und es wird sicher wieder Stimmen geben denen die Beatsteaks zu Mainstream und zu wenig Punk geworden sind … naja die gäbe es vermutlich auch wenn es ein reines Metalalbum geworden wäre. Für mich bestimmt die Abwechslung das Album und man merkt, dass die Band einiges versucht hat und ich muss sagen: Es hat funktioniert!

(Da ich bisher noch nicht die nötige Zeit hatte das komplette Album intensiv zu hören will ich nur ein paar Songs hervorheben, die für mich bisher hervorstechen.)

Cheap Comments ist ein groovender von einer dominanten Basslinie getragener Rocksong mit gelegentlichen Ausbrüchen auf die ich mich schon sehr bei dem Livekonzerten freue.

Let’s see hatte mich als erstes auf der Platte zugleich überrascht und komplett überzeugt. Ein entspannter Offbeat und der Einsatz einer Orgel. Da stehen dem Ska-Fan in mir die Tränen in den Augen vor Freude. Meine #1 auf dem Album bisher!

Endlich singt Peter mal wieder. In Under A Clear Blue Sky zeigt er wieder was für eine tolle Stimme er bei leisen Tönen hat und wird von einem Chorus der kompletten Band begleitet der sehr schnell ins Ohr geht und sich da festsetzt.

Ein Song zum Ausrasten und Austoben auf Konzerten wird ganz sicher Behaviour werden und ohne den wäre ein Beatsteaksalbum auch nicht komplett.

Automatic geht wieder in Richtung Reggae und hat als nettes Detail die Tochter von Torsten, die die Namen der Bandmitglieder sowie den des Albums ansagt.

Zum Rest will ich jetzt erstmal noch nix sagen. Anders als verschiedene Meinungen in Foren u.ä. finde ich ein Album, dass man beim ersten mal hören schon komplett erfasst und einschätzen kann auch langweilig, da diese die Angewohnheit haben recht schnell wieder in Vergessenheit zu geraten. Wie schon bei Limbo Messiah und Smacksmash braucht das Album einige Durchläufe aber es wird immer besser dabei und bleibt im Kopf.

Fazit:
Nur wer sich ändert bleibt sich treu und die Beatsteaks sind die Beatsteaks sind die Beatsteaks.
Auch wenn es platt klingt, ich mag das Album jetzt schon nach wenigen malen die ich es gehört habe und auch wenn es nicht mein Alltime Favourite werden sollte ist es ein klasse Album, welches typisch Beatsteaks ist weil es anders ist. Anders als andere Bands, aber auch anders als die bisherigen CDs der Band. So kann einfach keine Langeweile aufkommen und die gewohnt genialen Liveauftritte werden ganz sicher auch die letzten Skeptiker überzeugen.
Also ganz klare Kaufempfehlung an alle die auf gute, handgemachte Rockmusik stehen und auch mal über den Tellerrand schauen können.

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