Groundhogs Day

it's a weird life in a strange world

Ich bin zu alt für diesen Scheiß – Kein Survivalguide für Festivals

Da ich momentan körperlich in Trümmern vor meinem PC hänge und 100x schreibe, dass ich zu alt für diese Scheiße bin, möchte ich die Gelegenheit nutzen um euch mal wieder mit einem neuen Text zu beglücken.

Das Thema für heute ist an Aktualität und Relevanz kaum zu übertreffen:

Festivals

Von eben einer dieser Freiluftapokalypsen habe ich mich heute zurück in den Luxus einer Wohnung mit sanitären Einrichtungen geflüchtet (genau gesagt war ich auf dem This is Ska).

schuhe_festival

Die folgen der Veranstaltung sind neben Mückenstichen nah am 3-stelligen Bereich, Sonnenbrand, blauen Flecken, massivem Schlafmangel und Rückenbeschwerden wohl auch einige bleibende gesundheitliche Schäden durch alles was Spaß macht 😉

Woher kommt aber die ungebrochene Bereitschaft sich jedes Jahr aufs neue bei Sonne, Regen oder Meteoritenschauern mit einem Zelt in ein Mückenaufzuchtgebiet zu begeben um mehrere Tage mit lauter Musik, ungesundem Essen, mangelnder Hygiene und viel zu vielen Menschen zu verbringen?

Neben den vordergründigen Möglichkeiten wie gute Musik und Stimmung kommt hier wohl auf eine ganz spezielle Mischung aus Individualität und Uniformität zusammen.
Man kann sich vom Spießbürger absetzen in dem man sich einige Tage in bester Woodstock-Tradition benimmt wie sonst nur die Hunnen unter Attila oder Engländer im Urlaub und ist gleichzeitig in einer großen Gruppe von Menschen mit ähnlichen Interessen und Musikgeschmack.
Weder ist man damit zwar wirklich individuell, da Festivals inzwischen eine riesige Industrie sind noch sind die meisten Subkulturen wirklich unter sich, sondern locken genug (ich finde das Wort zwar furchtbar) Eventies an, aber die gesellschaftliche Akzeptanz für einige wenige Tage Außnahmezustand auf streng abgesteckten Flächen ist selbst bei uns ordnungsliebenden Deutschen entsprechend groß.

Und so weiß ich auch jetzt schon, dass ich in etwa einem Jahr wieder von Mückenstichen übersäht, übermüdet und sonnenverbrannt hier sitzen werde, mit dem Satz auf den Lippen „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“ und mir denke „aber geil wars schon“ 😀

 

In diesem Sinne:
Immer eine Hand breit Wiese unterm Zelt … oder so ..

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